
Wir sind vier, die den Anstoß zu diesem Abenteuer gegeben haben.
Michel Chaffaux – Pilot der Luftwaffe a.D.
André Plank – Unternehmer
Jean Lyon – Kunsttischler (Ausbildung an der BOULLE Schule – Fachschule für Holzhandwerk in Paris)
Volker Repke – Sicherheitsberater
Was hat uns zusammengebracht?
An erster Stelle, unsere Freundschaft.
Dazu kommt, dass unsere Welt- und Lebensauffassung in gewissen Punkten übereinstimmt bzw. vergleichbar ist.
Und natürlich nicht zu vergessen – unsere Vorliebe für einen guten Kaffee…
Darüber hinaus haben wir nicht die selben Beziehungen zur Politik, unsere kulturellen Wurzeln und Lebensläufe sind auch unterschiedlich. Auch in unseren Traditionen finden sich kaum Gemeinsamkeiten. Trotz dessen herrscht zwischen uns ein ungewöhnliches Gefühl der Verbundenheit. All dies hat zweifelsohne dazu geführt, dass wir vor einigen Jahren die Idee hatten, gemeinsam humanistische Hilfsaktionen aufzubauen. Jeder hatte mit seinem Beruf zu tun, und so sind einige Jahre vergangen, in denen wir stets in Kontakt geblieben sind, wir haben uns geschrieben, miteinander gesprochen, und dies oft bei einer Tasse Kaffee.
Bis uns eines Tages, im Jahre 2008, schien, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen war, Bilanz zu ziehen und etwas auf die Beine zu stellen, das nützlich für andere ist.
Jeder war in seinem Beruf weitergekommen, nun war es Zeit, eine Pause zu machen und alles zu überdenken.
Jeder von uns hat das Buch von Jean Ziegler “Das Imperium der Schande” gelesen, in dem der Verfasser die Herrscher des Kaffee schonungslos anprangert.
Dies reichte aus, um uns zu motivieren.
September 2008 sind wir nach Äthiopien gereist, um dort den kompletten Werdegang einer grünen Kaffeebohne zu studieren, vom Kaffeestrauch bis hin in unsere Tasse.
Wir haben dort Kaffeebauern angetroffen, die trotz aller Liebe zu ihrem Beruf nicht mehr davon leben können. Wir haben ein Treffen mit dem Lanwirtschaftsminister Äthiopiens (Yaekob Yalla) organisiert, der uns mit Fatalismus erklärte, dass der Kaffee im Süden wächst, aber der Norden daraus seinen Profit (ungefähr 10 Milliarden Euros) zieht. Wir haben mit Frauen und Männern gesprochen, die mit einem Markt konfrontiert sind, den sie nicht mehr verstehen.
Bei unserer Rückkehr nach Europa blieb eine Frage offen: Was tun, um ein bisschen mehr Licht, Glück und Vernunft in diesen Markt des Kaffees zu bringen?
Keiner ist sich der Antwort sicher.
Aber wir waren alle davon überzeugt, dass diese Frage von äußerster Wichtigkeit ist.
So haben wir TERRA-KAHWA gegründet…