KAFFEE

Ernte

Der Ertrag pro Hektar hängt von der Kaffeesorte und der Anbauweise ab (weniger als 100 Kilos/ha bis zu 2 Tonnen/ha). Sehr ertragsreiche Kaffeesorten sind oftmals das Ergebnis von Genmanipulation, ertragsreiche Kaffeesträucher geben keinen aromatischen Kaffee.

Kaffeesträucher bringen nur dann einen hochwertigen Kaffee hervor, wenn sie an schattigen Orten wachsen. Damit wird zwar der Ertrag verringert, gleichzeitig entsteht aber ein relativ feuchtes und kühles Mikroklima, das dem Arabica sehr gut tut.

So lässt sich der Abriss einer Landkarte erstellen, auf der die äthiopischen Kaffeeregionen, die einen edlen Arabica hervorbringen, aufgezeichnet sind. Hier wachsen die Kaffeesträucher, alles alte Kultursorten, in Hochlagen, im Schatten großer Bäume auf Vulkanböden.

Die Kaffeeernte ist ebenfalls ein wesentlicher Faktor, der die Qualität des Kaffees beeinflusst.

Damit aus den Kaffeebohnen ein edles und aromatisches Getränk entsteht, muss die Kaffeekirsche in reifem Zustand gepflückt werden. Dazu eignet sich nur eine Pflücktechnik, auch " picking " genannt, bei der der Kaffeepflücker die reifen Kaffeekirschen mit der Hand abpflückt. Ein Pflücker erntet pro Tag im Durchschnitt 60 kg Kaffeekirschen, aus denen 12 kg grüne Kaffeebohnen gewonnen werden. Die Kaffeeernte dauert 2 bis 3 Monate, jeder Kaffeestrauch wird 4 bis 6 Mal bepflückt.

In Äthiopien wird der Kaffee ausschließlich nach dieser Methode gepflückt.

Viele der Kaffeebauern, anderswo in der Welt, pflücken nach der "strip picking" Methode, bei der alle Kaffeekirschen am Strauch, egal ob reif, unreif oder bereits verfault, abgepflückt werden. Dies ergibt einen heterogenen Kaffee, der mitunter bitter und säuerlich ist und Gärungs- oder Grasaromen aufweist. Mit dieser Methode kann ein Ertrag von 30 000 kg Kaffeekirschen (oder 6 000 kg grüne Kaffeebohnen) pro Tag und pro Pflücker erzielt werden.