Die gepflückten Kaffeekirschen müssen schnell aufbereitet werden, bevor sie fermentieren. Dazu werden sie in die kleinen örtlichen Aufbereitungsbetriebe transportiert.
Die für die edlen äthiopischen Arabica-Kaffees am besten geeignete Aufbereitungsmethode ist die Nassaufbereitung. Wasser und Fermentation bewirken chemische Veränderungen, die Kaffeearomen können sich so besser entfalten.
Fruchtfleisch und die beiden Kerne der Kirsche werden zuerst mit Hilfe eines Entpulpers voneinander getrennt.
Die Bohnen werden anschließend gewaschen, um alle Fruchtfleischreste zu entfernen. Beim Waschen werden die Bohnen bereits ein erstes Mal durch Schwerkraft vorsortiert. Der so gewaschene Kaffee entwickelt weniger Säure, mehr Fülle und einen kräftigeren Körper als der trocken aufbereitete Kaffee.
Die Kaffeebohnen werden anschließend in der Sonne getrocknet, wo ihr Feuchtegehalt bis auf unter 12 % absinkt.
Auf diese Art und Weise erhält man den sogenannten Pergamentkaffee, dessen Aufbereitung eine gute Technikbeherrschung und Wasserqualität voraussetzt.
Beim anschließenden Schälen wird das Pergamenthäutchen, das die Kaffeebohnen umhüllt, entfernt.
Als Ergebnis erhält man nun den grünen oder handelsfertigen Kaffee, der in Säcke verpackt und nach Addis Abeba transportiert wird, wo er letzte Qualitätskontrollen erfährt.
Zuerst werden die Bohnen nach Größe und Farbe sortiert. Missbildungen an den Bohnen sind erst in diesem Stadium erkennbar.
Dann kommen die Verkoster ins Spiel, denn organoleptische Mängel können verständlicherweise nur beim Kosten des Kaffeegetränks bloßgelegt werden.
Dann ist der grüne Kaffee bereit für den Export.
